Paradox

WOW. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Nachdem ich bereits “Das schwarze Schiff” von Phillip P. Peterson gelesen habe, erwartete ich von “Paradox” nichts anderes als ein mindestens gleich gutes Buch und ich wurde nicht enttäuscht. In “Paradox” gelingt es Phillip P. Peterson authentische Charaktere zu kreieren und diese eine spannende und mitreissende Geschichte erleben zu lassen.

 

Ich lass das Buch in knapp einer Woche, was ein weiteres Zeugnis der Brillanz dieses Autors ist. Phillip P. Peterson ist nach nur zwei Büchern zu meinen Lieblingsautor der deutschen SF-Literatur geworden und ich werde definitiv sämtliche seiner Bücher lesen.

 

Paradox ist die faszinierende Erzählung von vier Pionieren, und wie sie damit umgehen, dass nichts so ist wie es scheint. Das Buch ist glaubhaft geschrieben und bereitet dem Leser viel Spass beim Lesen. Ich kann es allen empfehlen, die gerne klassische SF-Literatur lesen, in der es um fremde Planeten, Aliens und Raumfahrt geht.

 

Mein Fazit: Ich bewerte dieses Buch mit 9/10 Punkten. Rundum ein faszinierendes und fesselndes Buch, welches in der Mitte leider einen kleinen Durchhänger hat. Mit authentischen Charakteren und spannenden Themen, ist Paradox eine absolute Leseempfehlung für alle SF- Fans.

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Mein Fazit

Ich bewerte dieses Buch mit 9/10 Punkten. Rundum ein faszinierendes und fesselndes Buch, welches in der Mitte leider einen kleinen Durchhänger hat. Mit authentischen Charakteren und spannenden Themen, ist Paradox eine absolute Leseempfehlung für alle SF- Fans.

Der Autor

Phillip P. Peterson ist ein Alias unter welchem ein deutscher Autor bereits verschiedene Bücher publiziert hat. Er wurde am 02.03.1977 in Waldbröl geboren und absolvierte Studien in Luft- und Raumfahrttechnik, sowie "Nuclear Applications".

Zahlen & Fakten

Seiten: 451

Herausgeber: Bastei Lübbe

Herausgabedatum: 10.12.2015

ISBN: 978-3404208432

 

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Meine Rezension (Achtung Spoilers!)

Beginnen wir nun mit meiner Rezension von Phillip P. Petersons “Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit”. Zuerst fasse ich kurz zusammen, was im Buch passiert:

 

 

Ed Walkers steht als Astronaut fast vor der Pension, als er von der NASA für ein Weltraumprojekt sondergleichen als Kommandant auserkoren wird. Zusammen mit Wendy, Grace und David, soll er an den Rand des Sonnensystems fliegen, um das mysteriöse Verschwinden mehrerer Sonden zu untersuchen.

 

 

Lange muss sich die vier-köpfige Crew auf diesen ein Jahr dauernden Einsatz vorbereiten. Allerdings kommt es zwischen der Crew zu Spannungen, doch als sie am Rande angekommen sind, zählt dies alles nicht mehr. Sie treffen auf eine künstliche Intelligenz, Milliarden von Jahren alt, die ihre ganze Welt auf den Kopf stellt. Das Sonnensystem ist von einer Dyson-Sphäre umgeben und die KI erlaubt es niemandem das Sonnensystem zu verlassen.

 

 

Hier endet das Buch auf einem riesigen Cliffhanger. Ich werde versuchen, so schnell wie möglich den zweiten und dritten Band der Reihe zu lesen, denn das Buch hat mich so gepackt.

 

 

In meiner Rezension zu “Das schwarze Schiff” habe ich bereits von Phillip P. Petersons Schreibstil geschwärmt, und ich werde es hier nochmals tun. Er hat die Gabe, als einer von wenigen Autoren, mich mit seinen Büchern komplett in den Bann der Geschichte zu ziehen. Ich lese die Seiten in rasendem Tempo und die Zeit geht dabei unglaublich schnell vorbei.

 

 

Sein Schreibstil zeichnet sich durch klare und präzise Formulierungen aus, sodass ich mir als Leser schnell ein überzeugendes Bild der Umgebung und der Charaktere machen kann. Dabei lässt er mir aber genug Spielraum für meine Fantasie, was das Buch für mich umso attraktiver macht. Er gibt mir also den Rahmen vor und meine Fantasie kann den Rest ausfüllen. Ich stolperte nie über ein unnötiges oder unpassendes Wort, was den Lesefluss ungemein erhöht.

 

 

Phillip P. Peterson schafft es sein offensichtlich grosses Wissen über die Raumfahrt in einer leicht verträglichen Weise ins Buch zu integrieren. Dies sieht man anhand des langen Teils, der dem Training gewidmet war. Obschon mir dieser Teil nicht so gut gefiel wie die anderen, war er trotzdem spannend und gleichzeitig lehrreich geschrieben. Ich konnte mir ein gutes Bild des Astronautentrainings machen und gerade die Szenen mit Davids Konfrontationstherapie waren eindrücklich beschrieben.

 

 

Die Charaktere zeigen das ganze Buch über Tiefe, was viel Raum für Charakterentwicklungen macht. Ich fand dies sehr spannend zu beobachten. Gerade David, welcher als eher schüchternen junger Wissenschaftler begann und sich später zu einem wahren Astronauten entwickelte. Oder Ed, der seinen Zorn oder Zynismus zu kontrollieren lernte und sich gegen Ende, sogar eine Entschuldigung abringen konnte.

 

 

Die ganze Grace vs. Ed, Konfliktsituation war ebenfalls spannend zu verfolgen. Aus Davids Sicht wurde oft eindrücklich geschildert, wie der Streit zu eskalieren droht und sich beide Parteien gegenseitig aufstachelten. Als die Crew bei dem mysteriösen Objekt angelangte, konnten beide ihre Differenzen beiseitelegen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

 

 

Nun möchte ich auf die Handlung des Buches eingehen, denn ich fand den Aufbau sehr spannend. Phillip P. Peterson holt nämlich sehr weit aus bei seiner Erzählung und beginnt damit die Charaktere David, sowie Ed und Wendy zu beschreiben, lange bevor sie für die Mission ausgewählt wurden. David bei seinen Forschungen zu den verschollenen Sonden und Ed und Wendy, wie sie gerade mit der ISS abstürzten. Dies ermöglicht es dem Leser, sich bereits früh mit den Charakteren zu identifizieren und eine Beziehung aufzubauen, bevor die eigentliche Geschichte losgeht.

 

 

Und genau das ist auch mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte. Der Anfang mit dem Absturz der ISS, sowie der Schlussteil mit der Reise ins Weltall sind unglaublich faszinierend und packend geschrieben. Der lange Mittelteil, in dem das Training doch sehr detailliert beschrieben wird, kann da einfach nicht mithalten. Ich will nicht sagen, dass der Mittelteil schlecht ist, denn das war er nicht. Das Training war spannend zu verfolgen, und dennoch ist das Training von Natur aus nicht so spannend wie der Flug ins Weltall. Für mich hätte dieser Mittelteil etwas kürzer sein können und dafür hätte mehr auf die eigentliche Reise eingegangen werden können.

 

 

Damit komme ich auch schon zum Schluss dieser kurzen Rezension und gebe hier noch meine Empfehlung ab. Dieses Buch ist für alle, welche gerne klassische SF-Literatur lesen, in der es um Raumfahrt geht. Wer sich für die die technischen und psychologischen Aspekte davon interessiert, wird an diesem Buch sicher auch Freude haben. Vom Stil her, erinnert mich das Buch ein Bisschen an Brandon Q. Morris’ “Enceladus”. Wenn du also die Enceladus Pentalogie schon gelesen hast, dann wird dir dieses Buch sicher auch gefallen.

 

fls


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