Paradox 3 - Ewigkeit

Ich möchte an dieser Stelle ganz ehrlich sein: Ich hatte sehr hohe Erwartungen an Band Drei der Paradox-Trilogie. Es liegt deshalb wohl teilweise auch an meinen zugegebenermassen zu hohen Erwartungen, dass mir Band drei bei weitem nicht so gut gefallen hat wie die beiden Vorgänger.

 

Das darf nicht falsch verstanden werden. Paradox 3 ist bei weitem kein schlechtes Buch. Paradox leidet allerdings an einer viel ausgeprägteren Form des gleichen Problems wie schon der Vorgänger; Es gibt nichts neues.

 

Paradox 3 tut dasselbe, wie Paradox 1 und 2. An sich ist das nicht schlecht, nur wird das ganze etwas repetitiv, wenn tatsächlich fast 1 zu 1 die gleichen Themen wiederverwendet werden, ohne neue Konzepte einzuführen.

 

Als Fan der Paradox-Serie ist Band drei dennoch ein Must-Read. Er gibt weitere Erklärungen und lässt die Charaktere zu einem passenden Ende finden.

 

Paradox 3, Ewigkeit, Philip P. Peterson, SF, Thriller, Roman, Rezension

Mein Fazit

Ich bewerte dieses Buch mit 6,5/10 Punkten. Das Buch offeriert nicht viel neues in Sachen Spannung, liefert dennoch das ab, was es muss – ein passendes Ende zur Trilogie.

Der Autor

Phillip P. Peterson ist ein Alias unter welchem ein deutscher Autor bereits verschiedene Bücher publiziert hat. Er wurde am 02.03.1977 in Waldbröl geboren und absolvierte Studien in Luft- und Raumfahrttechnik, sowie "Nuclear Applications".

Zahlen & Fakten

Seiten: 328

Verlag: Books on Demand

Herausgabedatum: 14.03.2019

ISBN: 978-3749428618

 

Wenn du das Buch kaufen möchtest, dann klicke hier:


Rezension (Achtung Spoilers!)

In Paradox 3 werden unsere Helden ins Weisse Haus beordert. Der Präsident will, dass sie sich eine grosse Militäraktion gegen die Dyson-Sphäre ansehen. Tatsächlich gelingt es dem Militär mittels gezielter Detonationen die gesamte Sphäre zu zerstören. Dies wird von den Fremden als feindlichen Akt gewertet und die Erde soll zerstört werden.

 

Einzig Ed, David, Wendy und Grace haben die Chance die Erde zu retten. Dazu müssen sie mit der Helios zu einem höchst seltsamen Objekt, einem Planeten der Grösse einer Galaxie, reisen und diesen im Auftrag der Fremden untersuchen. Dabei begleitet sie Hawking (also ein Hawking, der aus Nanomachinen besteht), der ihnen nicht immer die ganze Wahrheit erzählt.

 

Wem das ganze nun etwas bekannt vorkommt, der ist nicht allein. Die ganze Geschichte ähnelt vom Aufbau, sowie den verwendeten Themen stark Paradox 2. An dieser Stelle können wir einen kleinen Vergleich anstellen:

 

Sowohl in 2 als auch in 3 gibt es einen etwas undurchsichtigen Roboter (Einstein resp. Hawking), welcher der Crew nicht die ganze Wahrheit erzählt. Die Beiden ähneln sich von Charakter und Motiven her.

 

Die Crew muss in der Helios eine Reise absolvieren. Dabei kennen sie ihr eigentliches Ziel nicht und werden regelmässig von Komplikationen überrascht. Bald muss sich die Crew mit ihrem unvermeidlichen Tod auseinander setzten. Doch “Oh Wunder”, die Crew stirbt nicht.

 

Ich versuche nicht zu sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es merklich absinkt, gegenüber den starken Bänden eins und zwei.

 

Das grosse Problem, welches ich mit diesem Buch habe, ist die Voraussehbarkeit. Das Buch ist leider sehr stark an Band zwei angelehnt, sowohl von dem behandelten Themen, als auch den beschriebenen Szenen. Es gibt eigentlich nichts neues zu entdecken in Paradox 3 und oft kam es mir beim Lesen so vor, als ob ich Band 2 las.

 

Wenn man das Buch als Stand-Alone anschauen würde, käme man zu einem wesentlich anderen Urteil. Das Buch bietet spannende Themen, eine abenteuerliche Reise, aufregende Welten, atemberaubende Dimensionen, berührende Momente und philosophisch spannende Ansätze. Einzeln betrachtet, ist Paradox 3 ein Buch, welches genau meinen Geschmack trifft. Ein SF-Roman, der den Leser zu neuen Welten “beamt”. Leider ist Paradox 2 genau das Gleiche.

 

Aber genug dazu. Ich möchte zuletzt noch über das Ende von Paradox 3 sprechen, denn ich finde es stimmig und sehr gelungen. Grace, Wendy und David werden nach ihrem Aufenthalt in dieser Simulation zurück auf den Weg zur Erde geschickt. Was mit ihnen passiert wissen wir nicht. Ed allerdings entschliesst sich, in der Simulation zu bleiben und Teil des Kollektivs zu werden. Er kann das ganze Universum und noch mehr erforschen – und das für immer. Ed, der immer davon träumte Astronaut zu sein und fremde Welten zu entdecken. Für ihn ist das ein passender Schluss, eine stimmige Konklusion für seinen Charakter.

 

Mir gefällt das seltsame Gefühl, dass irgendwie alles gut kam, ohne dass ich genau sagen kann, was dazu beitrug. Grace, Wendy und David sind auf dem Weg zur Erde – wir erfahren nicht, was aus ihnen und der Menschheit als Ganzes wird, ob sich ihre riskante Reise gelohnt hat oder nicht. Das Gleiche mit Ed. Wir wissen, dass er für alle Ewigkeit durchs Universum reist. Die Geschichte fühlt sich geschlossen an.

 

Ich möchte an dieser Stelle die Rezension beenden, da ich das Buch vor ca. zwei Monaten gelesen habe und erst jetzt dazu kam, die Rezension zu verfassen. Daher kann ich mich auch nicht mehr an alle Details erinnern und keine Rezension schreiben, welche meinen Ansprüchen gerecht wird.

 

Zum Schluss möchte ich folgendes erwähnen: Ich empfehle das Buch grundsätzlich nur denjenigen, welche bereits die vorherigen Bände gelesen haben. Das Buch tut, was es tun muss, nämlich die Geschichte zu einem stimmigen Schluss bringen. Ansonsten hat die Geschichte leider nicht viel neues zu bieten.

 

fls


Comments: 0
Logo, The Books I Read

Thanks for visiting!

If you have any criticism or feedback, please contact me via my contact form:

Also make sure to check out my Twitter: