Paradox 2

 

Nachdem ich von Band eins der Paradox-Trilogie so begeistert war, hatte ich hohe Erwartungen an Band zwei. Obschon ich nicht enttäuscht wurde, muss ich sagen, dass Paradox 2 nicht ganz so gut ist, wie Paradox 1.

 

In Paradox 2 greift der Autor neue Themen auf und schickt unsere Helden auf ein neues Abenteuer. Während das Buch doch einige sehr spannenden Abschnitte hatte, gab es einige Punkte, welche mich störten.

 

Wenn du Paradox 1 gelesen hast, würde ich dir das Buch trotzdem empfehlen. Das, was dir an Paradox 1 so gut gefallen hat, wirst du auch hier wiederfinden – zusammen mit einigen neuen und spannenden Ideen.


Mein Fazit

 

Ich gebe dem Buch 8,5/10 Punkten. Paradox 2 ist definitiv ein würdiger Nachfolger zu einem fantastischen Buch, dennoch finden sich hier einige verbesserungswürdige Aspekte.  

 

Der Autor

Phillip P. Peterson ist ein Alias unter welchem ein deutscher Autor bereits verschiedene Bücher publiziert hat. Er wurde am 02.03.1977 in Waldbröl geboren und absolvierte Studien in Luft- und Raumfahrttechnik, sowie "Nuclear Applications".

Zahlen & Fakten

Seiten: 300

Verlag. Books on Demand

Herausgabedatum: 17. November 2017

ISBN: 978-3746016559

 

Wenn du das Buch kaufen möchtest, dann klicke hier:


Meine Rezension (Achtung Spoilers!)

Ed und seine Crew wachen in der fernen Zukunft auf. Ihr Wissen, über was geschehen ist, kehrt nur langsam zu ihnen zurück. Schon bald erhalten sie einen Auftrag von den Fremden, der sie an den äussersten Rand des Universums und sogar darüber hinausführt.

 

Eine meiner absoluten Lieblingsstellen im Buch ist der Moment, in welchem alle erfahren, dass sie 81 Millionen Jahre in der Zukunft sind. Es ist eine Art Plot Twist bereits sehr früh im Buch. Damit hatte ich nicht gerechnet und wurde von dieser Enthüllung umso mehr überrascht. Diese clevere Entscheidung von Philip P. Peterson führte dazu, dass ich das ganze Buch über wie paranoid auf den nächsten Plot Twist wartete – und dennoch fühlte ich mit den Charakteren stark mit.

 

Die Implikationen einer solchen Enthüllung sind für mich genauso wenig zu verstehen, wie für Ed und seine Crew. Das macht den Plot Twist so mächtig, denn ich kann mir diese Zahl nicht vorstellen und genauso wenig können das Ed, David, Grace und Wendy.

 

Was nun folgt ist der langweiligere Teil – die Reise. Nun ja, die Reise ist nicht eigentlich langweilig, es ist nur so, dass wir das schon einmal erlebt haben und zwar in Paradox 1. Die Beschreibungen decken sich mehr oder weniger auch mit dem ersten Band. Ich finde die Entscheidung, die fremden die Helios nachbauen zu lassen nicht sehr geschickt gewählt. Hier hätte die Möglichkeit bestanden, neue, aufregende Konzepte und Ideen in das Buch einfliessen zu lassen, die Crew zu zeigen, wie sie mit der neuen Technologie nicht zurechtkommen und sich erst daran gewöhnen müssen, oder schon nur die Reise etwas aufregender zu gestalten.

 

Spannend wird’s dann erst, als die Crew den ersten Phasenübergang findet. Hier wird die Crew mit einer neuen Situation konfrontiert, die sie so nicht vorhersehen konnten. Die Geschichte beginnt nun endlich Fahrt aufzunehmen.

 

Philip P. Peterson schafft es geschickt, mich in einen ständigen Zustand der Ungewissheit zu versetzen. Ich bin mir sicher, dass etwas passieren wird, aber der Autor lässt mich zappeln.

 

Hier sehe ich allerdings ein grosses Verbesserungspotential, was eigentlich nichts mit dem Storytelling-Aspekt zu tun hat. Leider finden sich in Paradox 2 einige Rechtschreibfehler. Wenn mich ein Buch so in seinen Bann zieht wie Paradox 2, dann stören mich diese Fehler sehr stark. Ich werde aus dem Bann gezogen, wenn ich einen Satz zwei oder drei Mal lesen muss, nur damit ich ihn verstehen und ins Geschehen einordnen kann. Es waren nicht übermässig viele Fehler, aber genug, dass es mich zu stören begann.

 

Das Highlight des Buches war nun der Abschnitt, als die Helios in den inflationären Raum vordrang und quasi in ihrem eigenen Universum existierte. Die Möglichkeit, dass die Mission schiefging bestand ja schon immer. Zudem wurde es – gerade mit der Beschleunigung, die nicht aufhörte - immer klarer, dass sie die Mission nicht überleben würde, allerdings kam die Realisation erst als ihre Reise im inflationären Raum tatsächlich ihr Ende fand.

 

Die Astronauten mussten sich nun gezwungenermassen mit dem Thema ihres Todes auseinandersetzen. Es war sehr spannend, die einzelnen Charaktere zu beobachten, wie sie auf ihre Weise auf das Thema reagierten. David und Grace, die die Nähe zu einander suchten, Ed der wie pathetisch aus dem Fenster starrte und Wendy, die viel und oft weinte. Ausserdem kam die abgeklärt und neutrale Weise dazu, wie sie ihren Selbstmord planten und schliesslich ausführen wollten. Dies waren sehr emotionale und mitreissende Momente, in denen ich das Buch kaum niederlegen konnte.

 

Das Ende wiederum war etwas enttäuschend. Klar ist es schön, dass Ed und seine Crew zurück in ihre Zeit reisen können, allerdings fühlte sich das Ende nicht richtig an. Es fällt mir schwer dieses Gefühl zu definieren, aber ich hatte mir etwas Wirkungsvolleres erhofft anstelle der trivialen Rückkehr in ihre Zeit.

 

Zum Abschluss muss ich das Buch aber loben. Es ist eine empfehlenswerte Lektüre, manchmal sogar ein echter Pageturner und Philip P. Peterson hat es geschafft eine spannende Fortsetzung zu schreiben, was – in Anbetracht des Vorgängers – keine einfache Aufgabe ist.

 

Empfehlen würde ich das Buch jedem, der bereits Band 1 gelesen hat. Du wirst sicher nicht enttäuscht sein. Für alle, die das Thema Weltallerforschung und Sci-Fi interessiert würde ich Paradox 1 empfehlen. Den Link zu meinem Review dazu findest du hier.

 

fls


Comments: 0
Logo, The Books I Read

Thanks for visiting!

If you have any criticism or feedback, please contact me via my contact form:

Also make sure to check out my Twitter: