Skulduggery Pleasant

Mitternacht

Buchumschlag, Einband zum Buch Skulduggery Pleasant Mitternacht von Derek Landy. Rezension, Bewertung und Zusammenfassung

Ja, ich weiss. Ich sagte, dass ich Bücher immer in der Originalsprache lesen werde. Das ist eine Ausnahme, okay? Vor vielen Jahren habe ich diese Reihe entdeckt und schnell wurden die Skulduggery Pleasant Romane zu meinen Lieblingsbüchern schlechthin. Deshalb habe ich das Buch auch auf Deutsch gelesen - bei allen anderen hab’ ich’s ja auch so gemacht.

 

Das Buch war, wie zu erwarten, ein absoluter Lesespass. Derek Landy hat einen ganz besonderen Schreibstil, der es schafft sogar in den gröbsten Kämpfen, einen Witz so einzubauen, dass er sinnig erscheint und den Leser (also mich) zum Lachen bringt.

 

Ich las die 490 Seiten in knapp sechs Tagen, was ein Zeugnis dafür ist, wie flüssig das Buch geschrieben ist. Nie stolpert man über ein schlecht platziertes Wort oder einen komischen Satz.

 

Mitternacht ist eine gelungene Fortsetzung zu Auferstehung, und sollte jedem Skulduggery Fan grosse Freude bereiten. Wenn du die Reihe allerdings noch nicht kennst, empfehle ich dir, mit Band 1 (Der Gentleman mit der Feuerhand) zu beginnen.

 


Mein Fazit

Ich bewerte das Buch mit 8/10 Punkten. Definitiv eine gelungene Fortsetzung der Skulduggery-Reihe, die ich allen Fans empfehlen kann.

Der Autor

Derek Landy ist ein irischer Schriftsteller. 2007 veröffentlichte er den ersten Band er Skulduggery-Reihe, welche ihm unzählige Auszeichnungen einbrachte. Neben der Skulduggery Serie erschienen ebenfalls drei Bände einer neuen Serie namens «Demon Road».

 

Zahlen und Fakten

Seiten: 490

Verlag: Loewe

Herausgabedatum: 2018

ISBN: 978-3785589823

 

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Meine Rezension (Achtung Spoilers!)

Ein großartiges Buch! Vielleicht sogar ein besseres Buch als der Vorgänger Auferstehung. Mitternacht folgt Walküre Unruh, wie sie wieder in ihr Leben an der Seite von Skulduggery Pleasant zurückfindet. Nach wie vor leidet sie unter ihren Taten, die Darquise verübt hat und distanziert sich von ihrer Familie. Als sie nun auf Alison – ihre kleine Schwester – aufpassen soll, muss sie mit Skulduggery zur Stadtwache und engagiert kurzerhand Omen Darkly als Babysitter. Doch als Walküre zurückkommt, muss sie feststehlen, dass Cadaverus Gant, Alison entführt hat und ein perfides Spiel mit ihr spielt.

 

 

 

Das klingt alles schon sehr spannend, und das Buch packte mich ab der ersten Seite. Ich freute mich lange darauf, endlich den neusten Band der Serie lesen zu können und ich wurde nicht enttäuscht.

 

 

 

Besonders gut fand ich, dass sich dieses Buch mehr auf Walküre konzentrierte, und Nebenhandlungen in den Hintergrund verlegt wurden. Dadurch konnte ich besser mit Walküre mitfühlen und verstehen, was sie im Moment durchmacht. Sie ist sich noch nicht sicher, welchen Platz sie jetzt in der neuen Welt einnehmen soll und hat das Gefühl, das Vertrauen und die Liebe anderer nicht zu verdienen, aufgrund ihrer Taten als Darquise.

 

 

 

Doch schnell merkte ich, dass Walküre viele Geheimnisse sogar vor Skulduggery verheimlicht und viel mächtiger ist, als sie es ahnt.

 

Ungefähr die erste Hälfte des Buches, widmet sich dem «normalen» Leben von Walküre. Sie und Skulduggery versuchen immer noch Abysinnia zu finden und aufzuhalten. Zeitgleich öffnet sich vor den Stadtmauern von Roarhaven ein Portal zu der Dimension in der Mevolent immer noch herrscht. Unzählige Sterbliche fliehen in die neue Dimension, in der Hoffnung auf ein neues Leben ohne Unterdrückung.

 

 

 

Dies ist bereits das erste Element in diesem Buch, welches mir nicht gefällt. Ich hatte (gerade am Anfang des Buches) stark das Gefühl, dass Derek Landy unbedingt aktuelle Themen in sein Buch reinpacken wollte. Die Situation mit den Flüchtlingen, ist ein solches Beispiel. Er versucht seine Botschaft rüberzubringen (hier: Nehmt Flüchtlinge auf, sie brauchen Hife!).

 

 

 

Ich bin kein grosser Fan davon, auch wenn ich zugeben muss, dass es meinen Lesespass nicht sonderlich verdorben hat.

 

Das zweite Beispiel, welches ich viel schlimmer finde, ist der Präsident Flanery. Es ist so offensichtlich, dass Flanery, Donald Trump darstellen soll, dass ich die Szenen mit dem Präsidenten richtig schlecht fand. In diesem Buch hielten sich diese Kapitel glücklicherweise im Zaum, doch in Auferstehung gab es viele Kapitel, welche Flanery gewidmet waren. Dies hat mich beim Lesen aktiv gestört.

 

 

 

Allerdings muss ich festhalten, dass sich solche aktuellen Themen nur vereinzelt in Mitternacht eingeschlichen haben. Der vorherige Band triefte nur so davon.

 

 

 

Circa ab der zweiten Hälfte des Buches wird dann Alison von Cadaverus Gant entführt, und die Geschichte widmet sich fast ausschliesslich dieser Rettungsmission. Ich fand das gut und mir gefiel die zweite Hälfte definitiv besser als die Erste.

 

Die Aufgaben, welche Cadaverus Gant an Walküre stellt, sind allesamt durchdacht und ich fieberte mit, als Walküre erfuhr, dass sie Omen töten soll (Spoiler: Sie tat es nicht) oder als sie sich in dem Labyrinth wiederfand und ihr plötzlich von hinten ein Messer an die Kehle gehalten wurde.

 

 

 

Der Showdown im Hotel Mitternacht war absolut gelungen. Cadaverus der so siegessicher war und sich eine ganze Welt, in der er unbesiegbar ist, aufbaute. Die psychologischen Tricks, die er (und Walküre) verwendeten, zogen mich vollends in den Bann des Buches. Beispielsweise als Walküre im Blumenladen nach Alison sucht und dabei in diese Art von Treibsand gerät. Oder als Walküre einfach wegfuhr und Cadaverus hinterher raste. Als sie ihn dazu bringen wollte, aus dem Hotel zu treten und er es schlussendlich doch nicht tat.

 

 

 

Und schliesslich als Walküre ein zweites und sogar ein drittes Hotel Mitternacht im vorherigen wachsen lässt, war ich begeistert. Auf eine solche Idee wäre ich nie gekommen. Die kommende Verzerrung der Realität war zwar schwierig zu verfolgen und zu verstehen, doch es wurde ein neues Element eingeführt, welches den Leser nochmals herausforderte. So dachte ich manchmal, dass Walküre und Cadaverus immer noch Riesen seien, obgleich sie bereits auf die Grösse von normalen Menschen geschrumpft waren.

 

 

 

Natürlich gab es einige Plotlines, die neben der Hauptstory herliefen. Beispielsweise Sebastian und seine Gruppe, die Darquise zurückholen wollen oder Abysinnia die ihren Sohn Caisson ebenfalls aus dem Hotel Mitternacht befreien will und sich dazu mit Skulduggery und Temper Frey zusammenschliesst. Gerade Ersteres empfand ich aber als nebensächlich und wird wohl in einem späteren Band weitergeführt werden.

 

 

 

Das Buch endet dann mit zwei krassen Cliffhangern. Der erste ist, als Skulduggery bemerkt, wie seltsam es ist, dass Alison nie weint und selbst nach der Entführung putzmunter ist. Daraufhin aktiviert Walküre ihr «Aura-Sehen» und muss feststellen, dass sie bei Alison nichts sieht. Dadurch werden versteckte Kräfte in ihr freigeschaltet und sie fliegt davon. Erst später findet Skulduggery sie, mit zerfetzten Kleidern und einer Lücke im Gedächnis.

 

 

 

Der zweite Cliffhanger findet sich im letzten Kapitel des Buches, als Flanery seinen Assistenten Wilkes als Spion für Abysinnia entlarvt und ihn von seinem Bodyguard Crepuscular Vies töten lässt. Die Zusammenarbeit zwischen Flanery und Crepuscular beruht darauf, dass Crepuscular Skulggery Pleasant töten will, wie er im letzten Satz des Buches verlauten lässt.

 

Ich gehe deshalb davon aus, dass es weitere Bände in der Skulduggery-Reihe geben muss und freue mich jetzt schon darauf.

 

 

 

Um noch eine Empfehlung abzugeben, muss ich sagen, dass ich das Buch vor allem Skulduggery-Fans empfehlen kann, welche die vorherigen Bände bereits gelesen haben. Zwar würde das Buch auch als Stand-Alone funktionieren, dies finde ich aber nicht empfehlenswert, da dabei doch einige Verwirrung mit den Charakteren aufkommen kann. Wer die Skulduggery-Reihe noch nicht kennt, sich aber für das Genre Fantasy interessiert, sollte mit Band 1 (Der Gentleman mit der Feuerhand) beginnen.

 

fls

 


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