Das schwarze Schiff

Okay, ich muss 'was gestehen. Vor zwei Tagen habe ich mein Paket von Amazon erhalten und darin war unter anderem auch das schwarze Schiff von Phillip P. Peterson. Es war das Buch, auf welches ich mich am meisten gefreut habe. Der Klappentext versprach einen Science-Fiction-Horror-Thriller und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch habe ich in knapp drei Tagen fertig gelesen. Es ist eines dieser Bücher, die einen regelrecht in seinen Bann ziehen. Da ich selber noch wenige Bücher las, habe ich mich immer gefragt, ob es solche Bücher wirklich gebe und ich kann mit gutem Gewissen sagen: ja! Dieses Buch fesselte mich von der ersten Seite an und ich konnte es kaum noch weglegen. Nie gab es eine Passage, die langweilig ist und der Autor hält die Spannung immer hoch, sodass ich Seite um Seite verschlang, und die Zeit um mich vollkommen vergass.

 

 

 

Grob beschreibend kann ich sagen, dass wenn du dich für Science-Fiction interessiert, bei dem es um fremde Planeten und andere Zivilisationen geht magst, wenn du gerne Horror-Literatur liest, dann ist dieses Buch für dich.

 

 

Bucheinband, Umschlag zum Buch Das schwarze Schiff von Philip P. Peterson. Rezension, Bewertung und Zusammenfassung

Mein Fazit

Ich bewerte das schwarze Schiff mit 9/10 Punkten. Der einzige Kritikpunkt ist meiner Meinung nach der Horror. Zum einen geschickt inszeniert, zum anderen unnötigt blutdürstig, was ich persönlich nicht mag, sind die Horrorelemente im Buch definitiv angebracht und bringen mehr Spannung, da die Konsequenzen steigen, andererseits bin ich persönlich kein Fan von überdetaillierten Beschreibungen von Verletzungen oder Ähnlichem.

Der Autor

Phillip P. Peterson ist ein Alias unter welchem ein deutscher Autor bereits verschiedene Bücher publiziert hat. Er wurde am 02.03.1977 in Waldbröl geboren und absolvierte Studien in Luft- und Raumfahrttechnik, sowie "Nuclear Applications".

Zahlen und Fakten

Seiten: 472

Verlag: Books on Demand

Herausgabedatum: 11.10.2018

ISBN: 978-3748128892

 

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Rezension (Achtung Spoilers!)

Das Buch ist für mich sehr speziell, da es tatsächlich das erste Buch ist, welches mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Dies liegt teils natürlich an der geschickten Erzählweise des Autors, teils wohl auch daran, dass sich dieses Buch genau um diejenigen Themen dreht, die mich besonders interessieren; Sci-Fi auf anderen Planeten, mit neuen Lebensformen, erweiterter Technologie etc.

 

Captain Jeff Austin, seine Crew und sein Vorgesetzter Major Irons sind mit ihrem Bomber auf einem Asteroiden-ähnlichen Raumschiff notgelandet, da ihr Schiff die Charon bei einem Angriffsflug schwer beschädigt wurde. Im Raumschiff werden sie von einer Computerstimme begrüsst und ihnen wird ein Quartier bereitgestellt. Erstmal scheint alles harmlos und der Computer versichert ihnen, sie so schnell wie möglich zu ihrem Heimatplaneten Sigma-7 zu bringen. Obschon die Situation normal scheint, gelingt es dem Autor bereits jetzt im Leser (also mir) ein mulmiges Gefühl aufkommen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt sind wir schon viele Seiten im Buch drin, und so gelingt es Phillip P. Peterson, dass der Leser eine Verbindung mit den Charakteren aufbaut. Die Crew begibt sich auf einige Aufklärungsgänge rund um ihr Quartier, findet aber nichts ausser leere Gänge und Sackgassen, bis ein Suchtrupp schliesslich eine Schleuse findet. Dieses mulmige Gefühl, welches sich die ganze Zeit schon in mir breit machte, manifestiert sich langsam zu etwas Handfestem. Über einen Lüftungsschacht gelingt es einem der Mitglieder auf die andere Seite zu gelangen, wo kurz darauf die improvisierte Funkverbindung abbricht.

 

Zu diesem Zeitpunkt fühle ich mich als Leser unwohl, denn kurz darauf finden die übrigen Crewmitglieder die verstümmelte Leiche ihres Kameraden. An dieser Stelle muss ich meinen einzigen Kritikpunkt anbringen. Ja, ich wusste, dass es ein «SF Horror» Buch werden würde und ja ich muss dann auch damit rechnen, dass Horror-Elemente vorkommen werden. Die verwendete Brutalität und die detailreichen Beschreibungen haben mir persönlich nicht gefallen. Ob sie unnötig sind kann ich nicht beurteilen, denn sie halfen sicherlich die ernste Lage in der sich die gestrandete Crew befindet zu unterstreichen. Auch die folgenden Beschreibungen der Tode der restlichen Crew und insbesondere diese der angeblichen Hölle sind sicher wichtig um die Dramatik aufrecht zu erhalten.

 

Trotzdem finde ich, dass es dem Autor wunderbar gelungen ist, ein konstantes Gefühl des Unwohlseins beim Leser auszulösen und dieses wirklich auch von Anfang bis Ende durchzuziehen. Das hat mir sehr gut gefallen und war bestimmt auch ein Grund, weshalb ich das Buch so schnell gelesen habe.

 

Auch die Existenz der Lichtwesen, bei denen man bis kurz vor Schluss nicht erfährt, ob sie gut oder böse sind, finde ich spannend und gut geschrieben.

 

Jedenfalls wird kurzum auch Major Irons umgebracht und Jeff hat nun das Kommando. Nun muss er sich als Anführer beweisen, was zu einer meiner Lieblingsszenen im ganzen Buch wurde. Als Jeff von Mac offen beleidigt wird, muss er seinen ganzen Mut zusammennehmen um sich zu wehren – was ihm dann auch meisterhaft gelingt. Kurzerhand stellt er Mac unter Arrest und die anderen Mitglieder folgen seinen Anordnungen. Während dieser ganzen Szene vergass ich all das Chaos und musste ununterbrochen vor mich hin grinsen.

 

Nun machen sich alle auf, ins Zentrum des Schiffes, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Und je näher sie dem Zentrum kommen, desto schlimmer wird ihre Lage, nach und nach stirbt einer nach dem anderen bis schliesslich nur noch drei Personen übrig sind; Jeff, Joanne und Green. Auf die vorherigen Szenen in der Hölle, werde ich nicht weiter eingehen, da ich sie nicht sonderlich spannend fand und ich das Gefühl hatte, sie dienen nur ein wenig dazu, den Horror Aspekt des Buches nochmals zu unterstreichen.

 

Nun findet Jeff auch heraus, dass die Lichtwesen in Wirklichkeit eine andere Zivilisation sind und das Schiff von einem Psychopathen übernommen wurde, den sie den «Dämon» nennen. Das Ende kam mir dann etwas komisch vor, so als ob der Autor das Buch schnell beenden wollte und das Ende rasch schrieb, dann aber merkte, dass das so nicht geht und hängte dann nochmals einen längeren Teil hintendran.

 

Der ganze Teil mit dem Dämon war meiner Meinung nach recht kurz und wurde schnell abgehandelt. Und von mir aus hätte das Buch dann auch fertig sein können. Jeff wird mit Joanne auf eine Rettungskapsel gebracht, sie reisen glücklich zurück auf die Erde. Ende.

 

Aber nein, der Autor brachte den Dämon zurück. Diesmal hatte er Joanne befallen. Die Schlusspartie in der Joanne bzw. der Dämon noch versucht Sex mit Jeff zu haben, kommt mir so total absurd und völlig fehl am Platz vor.

 

Dabei muss ich sagen, dass ich das Ende wieder brillant finde. Obschon ich die ganze Zeit schon daran dachte, dass in der Rettungskapsel wohl keine Zugangscodes gespeichert waren, fand ich das Ende gelungen. Da hat Jeff all diese Strapazen überlebt und weiss er (und der Leser ja auch nicht!), ob er überleben wird. Schlussendlich ist es möglich, dass tatsächlich das ganze Team starb.

 

Erwähnen möchte ich noch die persönliche Entwicklung von Jeff. Anfangs ist er ein passiver Mensch, ohne viel Rückhalt im Team und geht Konflikten weitgehend aus dem Weg. Als Major Irons stirbt, muss er sich plötzlich in einer neuen Rolle verantworten und führt sein Team schliesslich an, obschon einige der Meinung sind, lieber nicht ins Innere des Schiffes vorzudringen. Letztendlich hat er sich sogar mit dem Tod abgefunden, was bemerkenswert ist, da er zu Beginn grosse Angst hatte bei dem Bombardement zu sterben.

 

Zusammenfassend kann ich das Buch loben! Es hat mir sehr viel Spass gemacht, dass Buch zu lesen. Es war unterhaltend, mit glaubenswürdigen Charakteren, interessanten Wendungen und grundsätzlich einem guten Plot.

 

 fls


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